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Cybersicherheitsmonitor 2026: Jede zehnte Person von Cyberkriminalität betroffen

Laut dem neuen Cybersicherheitsmonitor 2026, einer gemeinsamen Befragung des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), waren allein im vergangenen Jahr 11 Prozent der Internetnutzer*innen von Cyberkriminalität betroffen.

Bild: Gerd Altmann - Pixabay

Viele Menschen in Deutschland sind im digitalen Alltag nicht ausreichend geschützt

Besonders häufig kam es zu Betrug beim Onlineshopping und Onlinebanking. Auch gehackte Accounts und Phishing-Angriffe zählen weiterhin zu den häufigsten Delikten im Netz. Fast neun von zehn Betroffenen berichten von Schäden, jede dritte betroffene Person erlitt finanzielle Verluste.

Nutzer*innen gebrauchen zu wenig Schutzmaßnahmen

Der Bericht macht deutlich, dass grundlegende Sicherheitsmaßnahmen im Alltag noch immer nicht selbstverständlich sind – obwohl Cyberangriffe und Betrugsversuche weiter zunehmen. Viele Verbraucher*innen nutzen kaum Schutzmaßnahmen. Bekannt sind vor allem starke Passwörter und Antivirenprogramme. Doch selbst diese Maßnahmen setzen nur weniger als die Hälfte der Befragten tatsächlich ein. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen lediglich 40 Prozent der Internetnutzer*innen und -nutzer. Automatische Sicherheitsupdates sind ebenfalls wenig verbreitet: Nur rund ein Viertel aktiviert Updates automatisch oder installiert diese regelmäßig manuell.

Online-Betrug mit KI wird zur Herausforderung

Ein Schwerpunkt des Cybersicherheitsmonitors 2026 liegt auf dem Thema „Online-Betrug und Künstliche Intelligenz“. Die Befragung zeigt, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, KI-generierte Inhalte zu erkennen.

Nur knapp ein Drittel achtet bei Bildern oder Videos bewusst auf mögliche Auffälligkeiten wie fehlerhafte Schatten oder unnatürliche Darstellungen. Noch weniger Personen überprüfen die Quelle von Inhalten.

Gleichzeitig unterschätzen viele Befragte die Risiken für KI-Systeme selbst. Nur 38 Prozent halten es für technisch möglich, dass Kriminelle KI-Anwendungen manipulieren, um sensible Daten zu erhalten.

Checklisten zur Hilfe im Ernstfall

Für Betroffene von Schadsoftware, Phishing oder gehackten Konten stellen BSI und ProPK Checklisten und Informationen zur Verfügung. Ziel ist es, Verbraucher*innen besser auf digitale Risiken vorzubereiten und grundlegende Schutzmaßnahmen stärker im Alltag zu verankern.

Link zur “Befragung zur Cybersicherheit - Cybersicherheitsmonitor”